Fachdienste in der Wasserwacht
Neben der Unterteilung in Gruppen (Wasserrettungsgruppen, Ausbildungsgruppe
etc.) werden Mitglieder der DRK Wasserwacht auch einzelnen Fachdiensten
zugeordnet. Dabei handelt es sich um folgende Fachdienste:
Fachdienst Schwimmen
Fachdienst Rettungsschwimmen
Fachdienst Motorrettungsboot
Fachdienst Rettungstauchen
Fachdienst Naturschutz
Fachdienst Sanitätsdienst
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Fachdienst Schwimmen
Alle "Ausbilder Schwimmen" und alle, die eine entsprechende
Ausbildung besitzen,
sind im Fachdienst Schwimmen tätig.
Im Fachdienst Schwimmen werden die verschiedenen Schwimmstile
Brust-, Kraul- und Rückenschwimmen bei den Kindern und Jugendlichen sowie
bei Erwachsenen
gelehrt. Die erworbenen Fähigkeiten werden durch die Abnahme
der entsprechenden Abzeichen, wie Seepferdchen und den Jugend- oder
Erwachsenenschwimmabzeichen, geprüft.
Für die Bevölkerung werden Schwimmkurse für Kinder
und Erwachsene durchgeführt.
Die Breitenausbildung der Bevölkerung im Schwimmen ist
eine wichtige Präventivmassnahme im Kampf
gegen den "Tod durch Ertrinken"! Ebenfalls zählt
die Wassergewöhnung für Eltern und Kinder zu dem
Aufgabengebiet der Fachgruppe Schwimmen in der Wasserwacht.
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Fachdienst Rettungsschwimmen
Die Rettung von Personen aus dem Wasser ist die wichtigste Aufgabe
der Wasserwacht. Alle Aktiven müssen bei uns darum im Rettungsschwimmen
ausgebildet sein.
Neben der rein schwimmerischen Ausbildung werden Inhalte zum
Natur- und
Gewässerschutz, zu Gefahren im und am Wasser ebenso vermittelt,
wie z.B.
Maßnahmen zur Selbst- und Fremdrettung (Vermeiden und
Befreiung aus Umklammerungen, Rettungsgriffe) bei
Bade-, Boots- und Eisunfällen. Man lernt den Umgang mit
entsprechenden Rettungsmitteln wie z.B. Rettungsball,
-stange, -ring, Wurfsack, Hohlbrett oder Rettungsboje (Bay-Watch-Boje),
um im Notfall richitg helfen zu können.
Zusätzlich verfügen die aktiven Mitglieder über
ein aktuelles Wissen aus dem Erste-Hilfe und Sanitätslehrgang.
Hier wird ihnen unter anderem die Wiederbelebung gelehrt.
Neu hinzugekommen ist die Weiterbildung zum Wasserretter. In
dieser praxisorientierten Ausbildung werden
unseren Aktiven weitere Kenntnisse im Rettungsschwimmen aber
auch zu den Themen Medizin, Funk und
Einsatztaktik vermittelt. Einen Leistungsnachweis stellen die
Rettungsschwimmabzeichen dar, die es in drei
Stufen Bronze, Silber und Gold gibt. Jedes aktive Mitglied muss
das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen
in Silber ablegen. Dies wird jährlich wiederholt, um eine
dauerhafte Bereitschaft zu gewährleisten.
Die Aufgaben des Rettungsschwimmers im Dienst sind im Besonderen:
Beobachtung der sich im und auf dem Wasser befindenden Personen
Beobachtung der Wetterlage
Sichtverbindung zu den anderen Einsatzkräften zu halten
Hinweise auf Beachtung der Vorschriften für Sicherheit
der Benutzer der Gewässer |
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Fachdienst Motorboot (Rettungsboot)
Mit einem Motorrettungsboot hat man immer die Möglichkeit,
z.B. bei einer Personensuche oder Sachbergung, Personal (z.B.
Taucher) oder Material direkt und ohne Kraftaufwand an die entsprechende
Rettungsstelle zu befördern. Gerade im Bereich der Ruhr
ist es manchmal nur schwer oder gar nicht möglich, alle
Stellen direkt über Land zu erreichen, welches eine schnelle
Hilfe von Landseite dann komplett unmöglich macht.
Besonderen Augenmerk legen wir, so es die Situation zulässt,
auf den Umweltschutz.
Es kann allerdings, wenn es sich aus Gründen einer Lebensrettungsmaßnahme
nicht vermeiden lässt,
durchaus in Naturschutz- Zonen eingefahren werden. Im normalen
Übungs- und Ausbildungsbetrieb werden
die Motorbootführer immer an den Naturschutz erinnert.
So zum Beispiel zum Schutz der Uferanlagen
und dort beheimateten Tieren: Sog und Wellenschlag vermeiden
! Oftmals müssen wir leider auch immer wieder
Angler und Fischer bei der Ausübung Ihres Hobbies stören.
So ist oft für die Betroffenen Personen nicht ersichtlich, ob wir uns in einem Einsatz befinden oder nicht,
welches leider immer wieder zu Unmut führt.
Jedoch ist es nicht immer möglich auf die Angler am Ufer
Rücksicht zu nehmen, erfordern doch bestimmte
Einsatzsituationen höchste Eile !
Die Ausbildung zum Motorbootführer der Wasserwacht verläuft
in großen Zügen nach den Vorgaben des
DMYV (Deutscher Motor- und Yacht- Verband). Allerdings werden
bei der Prüfung über die allgemeinen
Kenntnisse hinaus auch fachspezifische Fragen zur Wasserrettung
gestellt. Die Prüfung erfolgt in einem
theoretischen und einem praktischen Teil, bei denen die Anwärter
ihr Wissen und Können unter Beweis stellen sollen und müssen.
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Fachdienst Rettungstauchen
Rettungstauchen zählt neben den Fachdiensten Schwimmen,
Rettungsschwimmen, Motorbootführen und Naturschutz zu den
Aufgaben der Wasserwacht des Roten Kreuz. Rettungstaucher kommen
bei der Suche und Bergung von Gegenständen, der Rettung
verunglückter Personen (z.B. Retten von Insassen eines
ins Wasser gestürzten Fahrzeuges) bis zur Suche und Bergung
von Ertrunkenen zum Einsatz. Oftmals ist das eine harte Arbeit
unter schwierigen Bedingungen. Die Taucher sind im Rettungseinsatz
oft in Gewässern mit schlechten bis gar keinen Sichtverhältnissen,
bei niedrigen Wassertemperaturen (bis hin zum zugefrorenem Gewässer),
an schwer zu erreichenden Tauchstellen oder in stark strömendem
Gewässer tätig. Neben der körperlichen Belastung
sind Rettungstaucher oft auch hohen psychischen Belastungen
wie Kälte, Dunkelheit oder bei der Bergung von Toten ausgesetzt.
Rettungstaucher können daher nur die körperlich und
psychisch leistungsfähigsten
aktiven Mitglieder der Wasserwacht werden!
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Fachdienst Naturschutz
ist eine Generationsaufgabe, denn wer war nicht schon einmal
ein kleiner Umweltsünder ?
Daher hat neben der eigentlichen Wasserrettung und den Sanitätsaufgaben,
die
Wasserwacht auch den Umwelt- und Naturschutz als Tätigkeitsbereich
übertragen
bekommen.
Der Schutz der Natur und unserer Gewässer ist eine der
wichtigsten Aufgaben zur Sicherung unserer Zukunft !
Auch die Wasserwacht hat dies seit Jahrzehnten erkannt und nimmt
mit dem Fachdienst Naturschutzdienst
bzw. der Fachausbildung Natur- und Gewässerschutz folgende
Aufgaben wahr:
Bau und Aufstellung von Nistkästen
Überwachung
der Amphibienwanderung
Durchführung von Naturschutzstreifen
Anlage und Pflege von Biotopen
Praktischer Naturschutz (z.B. Mitwirkung von Projekten der LfU)
Pflege von geschützten Landschaftsbestandteilen
Jährliche Reinigungsaktionen um und im Gewässer
Jugendarbeit
Öffentlichkeitsarbeit
Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen
Mitwirkung in der Naturschutzwacht der Landratsämter
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Fachdienst Sanitätsdienst
Die Erste- Hilfe, bzw. Sanitätsausbildung ist ein wichtiger
Bereich der Wasserwachtler. Damit die geretteten Personen so schnell und optimal
wie möglich
versorgt werden können, benötigen wie unbedingt dieses
Fachwissen.
Um eine gute Ausbildung zu gewährleisten beginnen wir damit
schon bei unserer
Jugend. Zusätzlich zur Schwimmausbildung erlernen bereits
unsere Jüngsten die Grundlagen der Ersten Hilfe. Ebenso werden die Erwachsenen regelmäßig
in praktischen und theoretischen Übungen bzw. Einsätzen
auf die Probe gestellt. Die Teilnahme am Sanitätskurs ist
grundlegend für alle
Wasserwachtler. Die gute Ausbildung kommt uns bei den Einsätzen stets zu
gute.
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